Ben Hadamovsky
Mit allen Wassern gewaschen

Kategorie Archiv:Allgemein

29.05.2019

Wenn der Bauer nicht Schwimmen kann …

Letzte Woche wurden wir gerammt.

Nein, nicht auf See, sondern festliegend im Hafen von Lyö. Alle Boxen neben uns frei. Ein Charterschiff (natürlich…) versucht abzulegen und bekommt das schiff nicht gegen die 5-6 Bft. gedreht. Anstatt halt sich händisch an einem Pfahl umzudrehen, kurven sie wild im Hafen rum und landen endlich neben uns. Ich komme raus zum Abhalten, aber anstatt dass der gute Skipper den Rückwärtsgang einlegt, gibt er noch ordentlich Gas und kracht uns voll in die Seite. Trotz meiner verzweifelten Versuche gegenzuhalten, Knickt er uns die Reeling um.

Hinterher behauptet er, es habe am Propeller gelegen…

27.04.2019

Bereits am Fliegen…

Unser Sohn Nils ist nun seit einem Jahr in England im Internat Brockwood Park School: http://brockwood.org.uk/.

Das Geld für dieses erste Jahr hatte er weitgehend selber über Fundraising eingesammelt.

Seit einem Jahr macht er dort neben den Pflichtfächern hauptsächlich Kunst.

Die zwei Bleistiftzeichnungen von ihm zeigen schön seine Entwicklung.

Mir bleibt da die Spucke weg. Respekt Nils. Du breitest nicht nur deine Flügel aus, sondern bist schon am Fliegen.

01.04.2019

“ I learned so much from my mistakes.
I am thinking of making a few more.“ (
Wer hat das gesagt?)

27.03.2019

Saisonstart. Brrrrrr.

Phoenix ist schon im Wasser!

Da die Schleuse vor meinem Winterlagerquartier an der Westküste ab Sonntag repariert werden wird, und damit die Passage bis zum Herbst unmöglich ist, hatten wir einen etwas verfrühten Saisonstart. Zum Slippen und Auftakeln war wunderbar warmes Wetter. Leider reichte das nicht für die Überführung. Bei frühlingshaften 3 Grad und schneidend kaltem Wind ging es über die eisige Nordsee und durch den Nord-Ostsee-Kanal nach Rendsburg.

Jetzt kommt noch die BG-Verkehr-Abnahme (alle zwei Jahre fällig) und dann lasse ich das Schiff hier friedlich von wärmeren Tagen träumen und verziehe mich gen Süden zurück zu meiner Familie.

Aber im Bauch grummelt schon die Vorfreude auf den Sommer, das Meer, die Häfen und Schiffe und herrliche Segelwochen mit spannenden Menschen.

11.03.2019

seit einer Woche läuft meine Fundraising-Kampagne für einen Freie-Kojenplatz-Spendentopf auf Startnext: https://www.startnext.com/glueckssegeln-de.

Nach dem in den ersten zwei Tagen 300€ – und damit erfreuliche 40% des ersten Fundingziels – zusammen waren, dümpelt das Spendenbarometer seit dem in der totalen Flaute.

Meine Vermutung, dass vor allem Menschen aus meinem Umkreis dazu beigetragen haben, hat sich durch einen Blick auf die Statistikfunktion der Seite bestätigt: Nach dem Start und meiner begleitenden Rundmail zeigt sie nur noch 2 Besucher pro Tag an.

Schade, ich hatte gehofft über diese Plattform noch andere Menschen zu erreichen. Aber offensichtlich bewegt sich dort kaum jemand hin um Neues zu entdecken, sondern die jeweiligen Fangruppen und „Follower“ einer Idee/Initiative sind mehr oder weniger unter sich.

Stellt sich mir die Frage, wozu es dann diese Plattform und die damit verbundenen Kosten braucht? Einfach meine „Crowd“ anzuschreiben und um Spenden zu bitten, hätte ich ja auch ohne Startnext machen können!

Was bisher aber wirklich geholfen hat, war der Vorgang meine Ideen in das vorgegebene Format zu bringen. Da hat sich bei mir im Laufe des Prozesses noch einiges zugespitzt und geklärt. Danke dafür. Das war gut.

Als Marktplatz für neue Ideen taugt die Plattform wohl eher nicht. Dafür sind einfach zu wenig „Kunden“ unterwegs. Schade.

06.03.2019

Auf See

Und immer wieder das Thema Geld/Lohn/Einkommen/Auskommen:

Götz Werner, der Gründer von dm, hat es einmal schön auf den Punkt gebracht als er sinngemäß sagte: Man kann Menschen nicht für ihre Fähigkeiten oder Qualifikationen bezahlen. Man kann Menschen nur dafür bezahlen, dass sie da sind und Zeit haben, für einen zu arbeiten.

Eigentlich so simpel. Ob ich ein guter Skipper bin, aber vielleicht ein schlechter Teamführer, spielt für mein Einkommen keine Rolle, denn ohne ausreichendes Einkommen kann ich nicht Skipper sein. Und wenn ich ein „entspanntes“ Einkommen habe, werde ich ein entspannterer Skipper sein, als wenn es finanziell zwackt.

„Und was, wenn du plötzlich Millionen geschenkt bekommst? Gehst du dann noch segeln?“ werden sicher einige nun Fragen.

Ich wüßte nicht, warum ich es nicht tun sollte. Es macht mir Freude, ich bin unter Menschen, auf meinen geliebten Schiff und gleichzeitig in der Natur und ich lerne jeden Tag dazu. Gibt es eine bessere Art seine Zeit zu nutzen?

02.03.2019

Reifezeugnis?

Junge Menschen engagieren sich für ihre Zukunft (Schulstreiks für das Klima).

Ältere Menschen in Führungspositionen werfen ihnen vor, die Schule zu schwänzen (U.a. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek, CDU).

Junge Menschen zeigen Verantwortungsbewusstsein.

Ältere Menschen zeigen ihre Unreife …

08.02.2019

Fragen:

  • Warum scheint uns Kritik an den bestehenden Verhältnissen umso seriöser und glaubwürdiger, je mehr der Kritiker im bestehenden System als erfolgreich gilt?
  • Warum lachen immer wieder Menschen über mich und mein Experiment, nur weil es mich finanziell noch nicht komplett trägt?
  • Warum haben wir so viel Angst, etwas neues auszuprobieren (mich eingeschlossen)?

04.01.2019

Trolle, oder was?
Nach dem letzten Beitrag bekam ich zwei spannende Kommentare. Leider waren beide Anonym, bzw. die angegebenen Mailadressen nicht funktionstüchtig.

Sorry, liebe Schreiber, aber Kommentare von Menschen, die sich so verstecken müßen, werde ich nicht mehr veröffentlichen.

Vielleicht bin ich da naiv und gutgläubig, aber ich wünsche mir, daß wir mit unserem Namen hinter unseren Gedanken stehen. Inklusive dem Recht auf Irrtum!


24.01.2019

24.01.2019

Reiche sollen bei Strafzetteln mehr zahlen …

Der niedersächsische Innenminister Pistorius bringt sich mit dem Vorschlag ins Gespräch, das gerade bei vermögenden Menschen die Abschreckungswirkung von Bußgeldern nicht greife. Wo z.B. ein Frisör bei einem Busgeld für zu schnelles Fahren von max. 680€ in seiner Existenz bedroht ist, da es sich um seinen halben Monatslohn handelt, juckt die selbe Summe einen Großverdiener mit 20.000€ Monatseinkommen natürlich nicht wirklich.

Ein so simpler wie logischer Gedanke: Jeder nach seiner Leistungsfähigkeit. Ob Herrn Pistorius mein Experiment als Anregung diente?